In diesem Video machen wir zusammen eine sizilianische Spezialität, das Sciaccia oder Sciacciata. Es handelt sich um einen Hefeteig, der dünn ausgerollt und mit unterschiedlichen Zutaten belegt wird. Dann wird er zusammengefaltet und gebacken.
Zutaten für eine Sciacciata:
500g Semola
300g kaltes Wasser
15g Salz
20g Olivenöl
3,5g frische Hefe
Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mischen. Dann die Knetgeschwindigkeit erhöhen und bis zum Fenstertest kneten, dies wird ca. 20 Minuten dauern.
Teig zu einer Kugel formen, in einen Behälter legen, verschließen und für 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
Dann den Behälter in den Kühlschrank stellen.
Nach ca. 20 Stunden wird der Teig aus dem Kühlschrank genommen und ca. 1 Stunde bei RT stehen gelassen.
Nun wird der Teig zu einem Rechteck ausgerollt, ca. 2-3mm dick.
Dann wird der Teig mit Tomaten bestrichen und mit den Zutaten bestreut. Ich nehme Parmesan, Caciocavallo (alternativ Scamorza, Provola oder Mozzarella) und angedünstete Zwiebeln.
Auf einen Teil streue ich noch Salami.
Dann wird der Teig gefaltet, zunächst beide langen Seiten zur Mitte. Dann kommt nochmals Belag darauf, dann wird wieder gefaltet.
Jetzt wird die Sciacciata auf ein Backblech gelegt und wieder abgedeckt. So bleibt sie nochmals für 1 Stunde bei RT stehen.
In der Zwischenzeit wird der Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt.
Dann wird die Sciacciata von oben mit Olivenöl bepinselt, mit einer Gabel gestupft und in der unteren Ofenhälfte 30-40 Minuten goldgelb gebacken.
Noch in heißem Zustand kann man nochmals etwas Olivenöl auf die Oberfläche pinseln. Nun muss die Sciacciata noch etwas abkühlen.
Mein Name ist Jürgen Einfalt.
Ich wohne im wundervollen Allgäu und bin leidenschaftlicher Hobby-Pizza-Bäcker und Hobby-Bäcker. Ich freue mich, meine Leidenschaft mit dir teilen zu können. Ich versuche jede Woche ein neues Video rund um Pizza und Brot/Brötchen zu teilen. Außerdem werde ich auch einiges theoretisches Wissen vermitteln.
Ich freue mich, dich auf meinem Kanal begrüßen zu dürfen.
Dein Jürgen
Willkommen bei Pizza Empmor. Ja, wir machen diesmal wieder eine Reise in den Süden Italiens und zwar dort genau nach Sizilien. Ich bin der Jürgen und wir machen diesmal eine sizilianische Köstlichkeit, die vor allem in der Weihnachtszeit gegessen wird. Ja, jetzt aktuell ist noch gar keine Weihnachtszeit, aber inzwischen stehen die Nikoläuse und die Lebkuchen bereits in den Regalen. Also so weit entfernt ist die Weihnachtszeit dann doch nicht mehr. Ja, wir machen Scatcha oder Skaatta. Wie auch immer man dazu sagen mag. In den Regionen Siziliens hat dieses leckere Gericht tatsächlich verschiedene Namen, genauso verschieden wie auch die Füllungen möglich sind. Aber Skatata ist nicht nur auf die Weihnachtszeit beschränkt, sondern inzwischen ist man es tatsächlich das ganze Jahr über. Wer es Gadata noch nie gegessen hat und auch nicht kennt, ja, der kann von euch jetzt richtig gespannt sein, was denn das in Wirklichkeit ist. Eigentlich ist es so eine Art Mischung aus Pizza und Strudelka. Macht euch selber ein Bild davon. Ja, anfangs war es kachatta ein arme Leute essen. Das wurde also tatsächlich hauptsächlich von den Armen gegessen, denn zur Weihnachtszeit haben die dann einfach alle so die restlichen Zutaten, die sie alle noch so hatten, zusammengesammelt in Teig eingeschlagen, gebacken und so hat es dann richtig satt gemacht und hat richtig gut geschmeckt. Aufgetreten ist es zum ersten Mal im 18. Jahrhundert in der sizilianischen Küche. Ob es vielleicht schon früher schon gegessen wurde, ist halt nicht überliefert. Aber im 18. Jahrhundert war es eben dann soweit, dass man es erwähnt hat. Ja. Und die Verbreitung hat dann erst stattgefunden, als ein Fürst auf Sizilien diese Leckerei als Weihnachtsessen gewünscht, sich gewünscht hat. Und somit hat man dann gesehen, okay, es ist doch nicht nur für verarme Leute, sondern wenn auch Fürsten das wollen, dann kann es gar nicht so schlecht sein und dann hat sich das verbreitet und das war eben im 18. Jahrhundert. Ja, und was ist Katcha? Es ist im Endeffekt der Hefeteig, ähnlich wie ein ähm Pizzateig, aber typisch für den Süden Italiens wird’s nicht mit Weizenmehl, sondern eben mit Hartweizengries, mit Semula gemacht und dann wird der Teig richtig dünn ausgerollt, belegt, zusammengefalten, gebacken. Ihr werd es sehen, es ist einfach was tolles. Und was genau ist, wie man es genau macht, schauen wir uns jetzt an. Zu unseren Zutaten wie immer müsst ihr natürlich nichts mitschreiben. Alles steht wie immer in der Videobeschreibung. Hier habe ich jetzt 500 g Semolina. Dann habe ich hier 300 g sehr kaltes Leitungswasser. Ich habe es also aus dem Kühlschrank genommen. Ich habe 3inhb g frische Hefe. Ich habe hier 15 g feines Meersalz. Und ich habe 20 g Olivenöl. Die Zutaten kippen wir jetzt der Reihenfolge nach in unsere Rührschüssel. Ich fange immer mit dem Wasser an, gefolgt vom Semola. Dann kommt unsere Hefe dazu, das Salz und das Olivenöl. Dann fangen wir mal zum Kneten an. Auf niedriger Stufe für ungefähr 5 Minuten. Wenn alles gut vermischt ist, erhöhen wir die Knetgeschwindigkeit. Ich werde auf Stufe 4 bis 5 von 10 kneten. Und dann knet man einfach vor insgesamt ca. 20 Minuten einfach bis der Fenstertest funktioniert. Nach einer Knetzeit von 20 Minuten habe ich den Teig jetzt schon gleich mal rausgeholt und ich zeige euch jetzt natürlich auch, dass ich den Fenstertest machen kann und ihr könnt sehen, ich kann hier den Teig dünn ziehen. Der Fenstertest ist möglich. Das heißt, mein Teig ist fertig. Ich forme jetzt noch eine ordentliche Kugel. Dazu machen wir es wie mit jedem anderen Pizzateig auch. Wir machen ein paar mal das sogenannte Stretch and Fold oder Slap and Fold, wie man es auch immer benennt, betiteln magt der Ballen, wenn er schön geformt ist, auch schon gleich in eine Ballenbox. Man kann ihn natürlich auch in irgendein anderen Behälter tun. Das ist ganz jedem selbe überlassen. Und es ist natürlich wichtig, damit man den Ballen vor dem austrocknen schützen und dazu machen wir ein Deckel drauf. Unser Teig, den lassen wir jetzt ganz einfach für 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen und danach kommt er für ungefähr 18 bis 20 Stunden in den Kühlschrank, je nachdem wie sich es ausgeht. 4 Stunden bevor wir unseres Scatchatter backen wollen, holen wir den Teig aus dem Kühlschrank. Vor ungefähr 3 Stunden habe ich meinen Teig aus dem Kühlschrank rausgenommen. Der sollte jetzt ziemlich Raumtemperatur an haben, denn jetzt ist es Zeit, den in die Form zu bringen. Das heißt, wir rollen den Teig aus, aber ihr werd es gleich sehen und dann können man auch schon gleich belegen. Unser Teig, wie wir sehen, ist richtig schön aufgegangen. Den holen wir uns jetzt mal aus der Box raus. Und wenn wir den jetzt rausholen, können wir gleich mal unsere Arbeitsfläche noch ein wenig mit Semola einstauben. Man kann natürlich auch Mehl nehmen, aber da wir den Teig ja eh schon mit Semula gemacht haben, empfiehlt sich natürlich Semola. Dann können wir unseren Teig rauslegen und wir müssen den rechteckig ausrollen. Das heißt, wir können den hier gleich mal ein bisschen in eine rechteckige Form drücken. Wir können den natürlich auch umdrehen, damit von beiden Seiten Simulat dran ist. Und dann können wir auch ein Nudelholz zur Hilfe nehmen und rollen den einfach mal aus. Und zwar rollen wir den aus auf eine Dicke von ungefähr am halben Zentimeter. Ja, und dann kommt eigentlich wie immer als erstes die Tomatensoße drauf. Bei der Tomatensoße gibt’s jetzt unterschiedliche Möglichkeiten. Ich habe hier jetzt tatsächlich nur ähm gestückelte Tomaten mit Meersalz. Man kann natürlich die Tomatensoße auch kochen. Man kann Knoblauch anschwitzen, man kann Zwiebeln anschwitzen, das zusammen dann Zeit lang kochen, einkochen, Salz, Pfeffer würzen, je nachdem was ihr für Gewürze wollt. Kann man natürlich machen. Wird auch sehr häufig tatsächlich so gemacht. Ich möchte jetzt aber lieber mit frischen Tomaten bzw. nicht mit Tomaten, die bereits gekocht sind. Ich streiche jetzt hier einfach mal gut ein. Dann habe ich hier jetzt Knoblauch. Also wie gesagt, ich habe den Knoblauch jetzt frisch geschnitten. Ich habe den jetzt nicht angebraten. Den streue ich jetzt einfach ein bisschen drüber, was in auf Sizilien auch sehr gerne auf die Kchata getan wird. Das sind ähm Sardellen. Viele Leute mögen aber keine Sardellen. Ich lasse jetzt die Sardellen auch weg. Dann habe ich frischen Basilikum. Frisches Basilikum. Das kann man natürlich, wenn man die Tomatensoße kocht, kann man das bereits in die Tomatensoße mit reintun. Ich möchte es lieber frisch drauf. So gibt es halt einen richtig schönen frischen Geschmack. Wie gesagt, es sind hier eigentlich, was die Füllung angeht, man kann seinen Wünschen freien Lauf lassen. Es wird sehr häufig auch Brokkoli verwendet. Wenn wir unseren unser Basilikum drauf haben, können wir jetzt mit dem Käse beginnen. Ich habe hier jetzt als Käse Katchu Cavallo. Kukavallo Kukavallo ist ebenfalls ein ähm Pasta Filat Käse, genauso wie der Mozzarella auch, aber er ist ein bisschen kräftiger. Leider gibt’s den bei uns in Deutschland eigentlich so gut wie überhaupt nicht zum kaufen. Stattdessen kann man natürlich auch Skamorza nehmen oder einfach dann Mozzarella. Wenn man jetzt hier möchte, wie gesagt, kann man natürlich noch xbeliebige andere Zutaten drauf tun. Das tue ich jetzt nicht. Ich lasse es jetzt genauso, wie es ist. Das heißt, jetzt geht’s ans Zusammenlegen. Wir nehmen jetzt die hintere Hälfte und legen es bis zur Mitte. Und dann nehmen wir die vordere Hälfte und legen es auch mal bis zur Mitte. So, das war die Nummer 1 und die Nummer 2. Ob das jetzt genau bis zur Hälfte ist oder nicht, so hundertprozentig genau geht es Gott sei Dank nicht. Dann kommen hier jetzt wieder Tomaten drauf. Dann wieder Knoblauch. eigentlich genau das gleiche wie gerade vorhin. Frisches Basilikum, unser Käse, der Cacho Cavallo. Und dann machen wir es genauso, wie wir es vorher gemacht haben. Nur schlagen wir jetzt diese Seiten ebenfalls bis zur Mitte. Und dann müssen wir das ganze auf ein Backblech transferieren und zwar mit dem Verschluss nach unten. So, ich habe es geschafft. Das liegt jetzt hier bei mir auf meinem Backblech. Jetzt müssen wir es natürlich wieder abdecken, denn das muss noch mal gehen. Und so abgedeckt, lassen wir unseren Teig jetzt noch mal 30 bis 60 Minuten gehen, bzw. unsere Schatta noch mal für 30 bis 60 Minuten gehen. In der Zwischenzeit können wir schon gleich mal unseren Ofen, den normalen Haushaltsbackofen auf 200° Ober und Unterhitze vorheizen. Wenn der Ofen dann vorgeheizt ist, dann können wir ein bisschen Olivenöl auf unseres Kachat tun und verstreichen das Ganze. Dann müssen wir mit einer Gabel die Oberfläche ein paar mal einstechen, denn ansonsten würde uns das tatsächlich aufgehen wieer Luftballonen. Ja, und dann ist es fertig für den Ofen. Und zwar schiebe ich das jetzt auf die zweite Stufe von unten. Und im Backofen braucht es jetzt ungefähr 30 bis 40 Minuten. Wir backen es einfach so lang, bis es von der Oberfläche eine richtig tolle Farbe hat. Aber mindestens 30 bis 40 Minuten soll man es drin lassen. Für den Fall, dass die Oberseite zu schnell färbt. Entweder die Temperatur bisschen runterdrehen oder einfach eine Aluminiumfolie oben drauf legen. Nach 40 Minuten bei mir im Ofen, denke ich mal, ist meine Scatcha jetzt fertig und ich hle sie einfach mal raus. Hier können s jetzt also meine Kchatta sehen. Schön gebacken von außen. Ist auch schön aufgegangen, wie man sehen kann, aber sie ist halt extrem heiß. Ja, aber leider ist das Ding jetzt natürlich absolut heiß, nämlich genauso heiß wie eben der Ofen war. Deswegen müssen wir es jetzt ein bisschen abkühlen lassen. Ich empfehl 5 bis 10 Minuten und dann können wir es anschneiden. Ja, dann schlage ich vor. Ich schneide doch einfach mal direkt mitten rein und wir schauen uns die von innen an. Und ich versuche mal, dass ich es hochheben kann. Und ihr könnt sehen, es sieht richtig lecker aus. Natürlich schneide ich jetzt einfach ein Stück runter. Ich nehme die Seite. Ist einfacher zum Schneiden. Das kann man also wirklich extrem schlecht mit der Hand probieren. Deswegen habe ich mir schon gleich Stückel runtergeschnitten und ich probiere es mit der Gabel. Und wieder ein absolut anderer Geschmack als eine normale Pizza, wobei doch die Zutaten schon sehr identisch sind. ganz toll. Ich empfehle euch wirklich das mal nachzumachen. Es ist, man kann es wunderbar vorbereiten, z.B. wenn man Gäste hat oder sonst irgendwie eine ganze tolle Sache. Ja, wenn euch mein Video gefallen hat, freue ich mich natürlich, wenn ihr meinen Kanal abonniert und dann sehen wir uns auch wieder im nächsten Video. Ciao!

5 Comments
Guten Morgen Jürgen.
Boah, das ist ein geniales Gericht, mit Sicherheit super lecker 👏👌😋.
Hat der rohe Teig aus Semola eine Ähnlichkeit mit Nudelteig?
Das will ich auch mal probieren. Wie erwähnt, dem Belag sind kaum Grenzen gesetzt 😋.
Bei der Vielfältigkeit Deiner Rezepte muß man bald eine Liste erstellen, womit man anfängt💪😉.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.
LG aus dem Lkr Regensburg,
Willi
Moin Jürgen, wieder eine tolle Idee. Hatte ich nicht auf dem Schirm. Aber du hast vergessen, dass man ein Glas Rotwein dazu trinken sollte😂
Sehr cool. Von Scacciata hatte ich vorher auch noch nie gehört. Danke für das Video!
Wird demnachst ausprobiert
noch vor Weihnachten Danke Jürgen
Ich kannte es tatsächlich nicht. Vielen Dank für dieses Rezept, Jürgen. Werde es bestimmt demnächst ausprobieren.